Beer: Ein schlechter Scherz des Schulministeriums

02.06.2010

Zu den neuesten Entscheidungen des Schulministeriums zur Ausbildung und Personalausstattung an den Schulen erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

"Die Kapriolen des Schulministeriums werden immer unglaublicher. Während wir mit Sorge sehen, dass in den nächsten Jahren zuwenig BewerberInnen auf dem Lehrermarkt sein werden, um die Welle der Pensionäre zu ersetzen, verfügt das Schulministerium quasi einen ‚Numerus Clausus’ für LehramtsanwärterInnen und verkürzt im laufenden Verfahren die Anmeldefrist. Damit wird sie nicht nur vor Gericht Schiffbruch erleiden, da das Land als Monopolist in der Lehrerausbildung hier transparente, offene und faire Verfahren garantieren muss. Sie läuft auch Gefahr, dass qualifizierte BewerberInnen in benachbarte Bundesländer ausweichen und für NRW verloren gehen. Die anderen Bundesländer lachen sich doch ins Fäustchen.

Das passt leider in die Reihe der entlarvenden Entscheidungen der letzten Wochen. Statt landesweit den Gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen auszubauen, wie es die UN-Konvention gebietet, bekommen Schulen, die den Gemeinsamen Unterricht bereits praktizieren, mitgeteilt, dass sie mit Stellenkürzungen von 30 Prozent rechnen müssen. Und trotz einer erheblich großen Anzahl unbesetzter Lehrerstellen an Grundschulen, verfügten die Bezirksregierungen von Detmold und Köln einen Einstellungstopp für Grundschulen zum nächsten Schuljahr. Die anderen Bezirksregierungen werden wohl folgen.

Es wird höchste Zeit, dass Schulen wirklich unterstützt werden und nicht weiter durch absurde Entscheidungen in ihrer Arbeit behindert werden.“




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