Sigrid Beer, Bündnis 90/Grüne

28.04.2010

Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung

Sigrid Beer geht bei der Landtagswahl für die Grünen in der Stadt Paderborn ins Rennen. Die 54-Jährige wurde in Schloß Neuhaus geboren und wohnt heute in Elsen. Sie ist verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Kindern. Die Bezirksvorsitzende der Grünen in OWL gehört dem Landtag seit 2005 an und war zuvor Ratsfrau in Paderborn. Sie ist in verschiedenen Ehrenämtern aktiv.

Was bedeutet Glück für Sie?
Glück ist der Stuhl, der plötzlich dasteht, wenn man sich zwischen zwei andere setzen wollte (George Bernard Shaw) und viel Privates.

Was macht Ihnen Angst?
Fanatismus und Fundamentalismus machen mir Sorgen. Ich rege mich auf über zunehmenden Populismus und Egoismus in der Gesellschaft.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Lenin kam nur bis Lüdenscheid: Meine kleine deutsche Revolution von Richard David Precht und Kennedys Hirn von Henning Mankell.

Worüber können Sie lachen?
Loriot, Monty Python und gutes Kabarett.

Bei welchem TV-Programm schalten Sie ab?
Beim Musikantenstadl, Boxen oder Motorsport.

Mit welchem Schauspieler, welcher Schauspielerin würden Sie gerne einmal auf der Bühne stehen?
Ich erlebe in der Politik genügend Schauspieler, das reicht.

Ihr Lebensmotto?
Zünde lieber ein Licht an, als über die Dunkelheit zu meckern.

Welchen Fehler, den Sie einmal begangen haben, würden Sie gerne korrigieren?
Die Fehler, die ich gemacht habe, gehören zu mir. Ohne sie, wäre ich nicht die Person, die ich heute bin. Aus Fehlern muss frau lernen.

Welchen Beruf würden Sie gerne einmal ausprobieren?
Ich fühle mich gut ausgefüllt in meiner Tätigkeit und wohl, da wo ich bin.

Haben Sie Vorbilder? Wenn ja, welche?
Hildegard Hamm-Brücher hat mir immer imponiert. Sie hat Rückgrat, ist gradlinig und schließlich konsequent wegen Möllemann und Westerwelle aus der FDP ausgetreten.

Was würden Sie im Landtag in Düsseldorf sofort anpacken?
Kleine Schulstandorte - besonders Grundschulen- sichern, Gesamtschulgenehmigungen mit Ganztag, verbindliche Grundschulempfehlungen und Kopfnoten abschaffen, Schulessen und Lernmittelfreiheit für arme Kinder, Abitur nach 12 oder 13 Jahren ermöglichen, mehr Plätze im Gemeinsamen Unterricht.

Welches Ergebnis erzielt Ihre Partei am 9. Mai?
10 Prozent + X

 

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