Muttersprache hält in NRW Einzug

09.01.2010

Neue Westfälische
Paderborner Kreiszeitung

Düsseldorf (hl). Der herkunftssprachliche, auch muttersprachlich genannte Unterricht soll in NRW schrittweise in den weiterführenden Schulen in einen Fremdsprachenunterricht überführt worden. Dies sieht ein Erlass des Schulministeriums vor, der jetzt in Kraft getreten ist. Danach solle die Herkunftssprache je nach Schulform als zweite oder dritte Fremdsprache anerkannt und damit entsprechend aufgewertet werden, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Erlass. Voraussetzung seien ausreichend große Lerngruppen, die auch durch Kooperation mit benachbarten Schulen gebildet werden könnten. In der Primar- wie in der Sekundarstufe I werden die Leistungen unter „Bemerkungen“ benotet. Künftig sollten „für den Herkunftsspracheunterricht im Regelfall nur noch Lehrkräfte eingestellt werden, die eine deutsche Lehrbefähigung haben“, heißt es in dem Erlass. Lehrergewerkschafter Udo Beckmann begrüßte die Initiative, vermisst allerdings Fortbildungsangebote für die Pädagogen. Zudem reiche die Zahl der Lehrer für das neue Konzept bei weitem nicht.
Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, fordert zudem ein Konzept für den Unterricht „Deutsch als Zweitsprache“. Die „gute Absicht“ des Erlasses drohe in der Realität am Fachkräftemangel zu scheitern.

 

zurück

Information: Wie die Presseresonanz von uns gepflegt wird

 

Aus medienrechtlichen Gründen können wir keine vollständigen Presseresonanzen auf dieser Homepage abbilden. So weit es uns möglich ist, stellen wir die entscheidenen Passagen zu Sigrid Beer dar und verweisen per Link auf die vollständigen Publikationen bei ihren Herausgebern.

Es ist möglich, dass einige Links aufgrund dieser Verfahrensweise nach einiger Zeit nicht mehr funktionieren können. Wir bitten dies zu entschuldigen.