Volksbank nennt Filzvorwurf Unsinn

03.03.2010

Westfalen-Blatt

Jürgen Rüttgers spricht in Paderborn

Paderborn (WB/ka). Als Beweis für Verfilzung von Politik und Wirtschaft hat die Grünen-Landtagsabgeordnete Sigrid Beer eine Vortragsveranstaltung in der Paderborner Volksbank mit NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bezeichnet. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers kommt nach Paderborn.

»Dr. Ulrich Bittihn lädt als Sprecher der Sektion Hochstift und Mitglied im Landesvorstand des Wirtschaftsrates der CDU ein. Das alles findet in der Kundenhalle der Volksbank Paderborn statt«, stellt Beer fest. Rüttgers spricht am 15. März zum Thema »Wohlstand und Gerechtigkeit für ein starkes NRW«.

Abgewickelt werde die Einladung und Rückmeldung über die Unternehmenskommunikation der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold. »Wenn der Vorstandsvorsitzende seine berufliche Position mit einem Parteiamt vermengt und die Kundenkartei für die Einladung zu einer CDU-Veranstaltung missbraucht hat, dann ist das ein Beleg für den schwarzen Filz in Paderborn. Es passt in das Gesamtszenario in NRW, wie die CDU versucht, Rüttgers über Veranstaltungen zu vermarkten und wie vor Ort versucht wird, Rüttgers an den Wähler zu bringen.«

»Völliger Unsinn«, kontert Volksbank-Chef Dr. Ulrich Bittihn, der nach eigenen Angaben kein Parteiamt bekleidet. »Die einzige, die hier Wahlkampf betreibt, ist Frau Beer. Und gut informiert ist sie auch nicht, denn der Wirtschaftsrat ist kein Parteigremium, sondern offen für alle.« Einladender sei der Wirtschaftsrat Düsseldorf, an den auch die Anmeldungen gingen. Gastgeber sei die Volksbank, wie schon seit Jahrzehnten für hunderte hochkarätiger Veranstaltungen. »Und als Gastgeber nehmen wir uns die Freiheit, einen Teil unserer Kunden einzuladen«, verweist Dr. Bittihn auf die langjährige Praxis. Das alles sei zuvor von den Gremien der Bank so abgesegnet worden. Bei 4000 Kundeneinladungen rechne man mit 500 Zusagen.



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