Beer: Schluss mit dem Sortieren

26.02.2010

Gesamtschulverhinderungspolitik

Zu der Pressekonferenz der Gesamtschulverbände und den vorgelegten Daten für NRW erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

"Trotz der Gesamtschulverhinderungsaktivitäten der Landesregierung ist der Run auf diese Schulform ungebrochen. Gesamtschulen werden von den Eltern gewünscht. Sie wissen um ihre Leistungsfähigkeit und vertrauen dem pädagogischen Konzept.

Eltern wollen, dass die Schullaufbahn ihrer Kinder offen gehalten wird. Sie wehren sich, ebenso wie viele Grundschullehrkräfte, gegen das Sortieren der Kinder nach der Grundschulzeit. Mehr als 500 Grundschulleitungen haben sich jüngst in NRW zu einer Initiative zusammengeschlossen. Sie plädieren für das gemeinsame Lernen über die Grundschulzeit hinaus. Sie wollen nicht länger Handlanger eines Sortierbetriebs von Kindern sein.

Und auch die Zahlen der Gesamtschulverbände zeigen einmal mehr, dass die verbindlichen Grundschulgutachten wieder abgeschafft werden müssen. Sie sind untaugliches Instrument und bestenfalls staatlich verordnete Hellseherei. Bei welchem Notenschnitt eine Gymnasialempfehlung ausgesprochen wird, ist ebenso uneinheitlich wie die regionale Quote der Gymnasialempfehlungen. Mit Gerechtigkeit und Chancengleichheit hat das nicht mehr zu tun.

Wir brauchen in NRW mehr Gesamtschulplätze und zwar mit Ganztag.

Kartoffeln kann man in Güteklassen sortieren. Bei Kindern im Alter von neun Jahren verbietet sich das!"

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verantwortlich:

Rudolf Schumacher

- Pressesprecher -

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

im Landtag Nordrhein-Westfalen

Platz des Landtags 1 - 40221 Düsseldorf

rudolf.schumacher@landtag.nrw.de

Tel.: 0211 884 2180 - Fax.: 0211 884 2890

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