Beer: Gesamtschulverhinderungspolitik durch Lindlar muss ein Ende bereitet werden

16.02.2010

Gesamtschule Sankt Augustin

Zum Streit zwischen dem Kölner Regierungspräsidenten Lindlar und der Stadt Sankt Augustin um die Errichtung einer neuen Gesamtschule erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

"Regierungspräsident Lindlar zwingt Kinder in das dreigliedrige Schulsystem hinein - gegen den Willen der Kinder und Eltern. Dabei ist es seine Aufgabe als Regierungspräsident gerade, das Elternrecht auf die Wahl der Schulform zu gewährleisten!

Statt das Elternwahlrecht umzusetzen, blockiert er die Gesamtschulen, wo es nur geht. In St. Augustin benachteiligt er Eltern doppelt, die ihre Kinder auf eine neue Gesamtschule schicken möchten: Er berücksichtigt erstens nicht die bis zu 30 Schülerinnen und Schüler aus Sankt Augustin, die an anderen Gesamtschulen abgelehnt wurden. Zweitens können sich diejenigen, die sich in Sankt Augustin für die neue Gesamtschule angemeldet haben, nach einem möglichen Scheitern nicht mehr in anderen Gesamtschulen anmelden.

Und es stellen sich weitere Fragen. Ist es richtig, dass Doppelanmeldungen in St. Augustin und Hennef nicht in St. Augustin gezählt wurden? Auf wessen Weisung hin ist das gegebenenfalls so entschieden worden? Ist es richtig, dass mindestens 30 St. Augustiner Kinder insgesamt an Gesamtschulen in Nachbargemeinden abgewiesen worden sind und weiterhin eine Gesamtschule vor Ort besuchen wollen? Damit ist die Zahl von 112 Anmeldungen weit überschritten! Die Ergebnisse der Elternbefragung im Vorfeld haben den Bedarf für eine Gesamtschule jetzt und für die Zukunft eindeutig nachgewiesen.

Deswegen sind die Störmanöver im Nachhinein mehr als peinlich. Kein anderer Regierungspräsident betreibt eine solche Anti-Gesamtschulpolitik, wie Lindlar.  Seine Bilanz vor Gericht ist entsprechend beschämend: Bislang hat er noch jeden Prozess verloren. Der Gang zum Gericht muss aber den Eltern in St. Augustin erspart werden. Lindlar muss die Gesamtschule unverzüglich genehmigen. Für  die an anderen Gesamtschulen abgewiesenen Kinder und auch die Kinder aus Siegburg muss er die Aufnahme grundsätzlich ermöglichen."

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verantwortlich:

Rudolf Schumacher

- Pressesprecher -

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