Beer: Salbungsvolle Worte sollen die Probleme verdecken!

05.02.2010

Zu dem heute vorgestellten 9. Kinder- und Jugendbericht erklärt Sigrid Beer MdL, bildungspolitische Sprecherin:

„Wieder einmal übt sich der Integrationsminister Laschet im Regierungssprech und lobt verbindliche Grundschulempfehlungen für das so genannte begabungsgerechte Schulsystem. Dieses System ist jedoch dafür verantwortlich, dass Kinder mit Zuwanderungsgeschichte und aus schwierigen sozialen Lagen vorwiegend in benachteiligenden Schulformen wie Haupt- und Sonderschulen landen. Ein Minister, der sich für Teilhabe und Integration durch Bildung verantwortlich fühlt, müsste dafür sorgen, dass Bildungsbarrieren abgebaut werden. Junge Menschen, die sich durch ein Schulsystem ausgegrenzt und abgehängt fühlen, sind nur schwer für gesellschaftliches und demokratisches Engagement zu gewinnen.

Trotz viel Getöse ist es der schwarz-gelben Regierung nicht gelungen, eine wirksame Sprachförderung auf den Weg zu bringen. Das Sprachstanderhebungsverfahren Delfin 4 bleibt ein unverbundenes Stückwerk. Grundschulen sehen keine substantiellen Verbesserungen in der Sprachkompetenz der eingeschulten Kinder.

Ganze zwei Seiten hat der Bericht für das Thema Kinderarmut übrig. Statt die Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen in den Bildungsinstitutionen und der Kinder- und Jugendförderung insgesamt darzulegen, wird das Thema auf einen Exkurs zum KiBiz reduziert.

Mit vielen salbungsvollen Worten wird versucht, die Probleme zu verdecken. Minister Laschet hat einen Tätigkeitsbericht vorgelegt, der die kritische Diskussion um die tatsächliche Wirksamkeit seiner Politik wieder einmal ausblendet.“



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