Impfungen für Schüler*innen

Zur Frage des Impfens für Schüler*innen habe ich mich unter anderem gegenüber dem WDR geäußert:

Was fordert die Grünen-Fraktion bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen?

„Es ist jetzt zwingend nötig, dass die Landesregierung kurzfristig ein Konzept vorlegt, wie sie Kinder und Jugendliche impfen will, sobald der Impfstoff für die Altersgruppe ab zwölf Jahren freigegeben ist. Kinder und Jugendliche mussten über Monate in der Pandemie zurückstecken. Die Landesregierung muss jetzt zeigen, dass sie Kindern und Jugendlichen tatsächlich Priorität einräumt und mit der Impfstrategie starten, sobald dies möglich ist. Kinder und Jugendliche gehören nicht nur zu den Hauptbetroffenen der Pandemie, sie leiden auch besonders unter der chaotischen Politik der Landesregierung.“

Welche Impfstrategie für Schüler*innen bräuchte es? Sollten Schulen in die Kampagne einbezogen werden?
„Statt holprigem Krisenmanagement, mangelnder Vorbereitung und Kommunikation braucht es jetzt eine klare Strategie und die breite Unterstützung der Schulen vor Ort. Dazu muss das Land unmittelbar auf die Kommunen und Ärzteschaft zugehen. Aufsuchende Angebote durch mobile Impfteams müssen jetzt vorbereitet werden, damit die Reihenimpfungen an Schulen sofort starten können, um bei entsprechender Verfügbarkeit schnell und effektiv handeln zu können. Neben den hausärztlichen Praxen müssen dann auch die Kinderärzte intensiv einbezogen werden. Analog der Praxis der „Schulzahnärzte“ sollte es Impfangebote in den Schulen geben, Impftage für Schülerinnen und Schüler mit Info- und Beratungsgebot. Solche Impftage sind gerade für Landkreise eine wichtige Option, damit Familien nicht kilometerweit fahren müssen, um einen Impftermin wahrzunehmen. Zudem sollten solche Impftage auch Möglichkeit bieten, Familienmitglieder dann begleitend zu impfen. Gerade in prekären Quartieren kann das ein Weg sein, Impfbereitschaft und Impfquote zu erhöhen. Gleichzeitig sind Information und Aufklärung wichtig. Viele Eltern sind skeptisch und müssen mit ihren Fragen auch Infos finden. Impftage sollten aber auch in ortsnahen Impfzentren stattfinden können,  falls es in der jeweiligen Schule räumlich nicht umsetzbar ist. Mit Information und Aufklärung muss dabei bereits jetzt begonnen werden – und das auch in unterschiedlichen Sprachen und unter Einbeziehung der Sozialarbeiter*innen, um Impfbereitschaft zu unterstützen. Dieses niedrigschwellige Impfangebot erreicht Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien  aus allen sozialen Lagen.“



zurück